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Die Pflanzen
Die auf den folgenden Seiten vorgestellten Pflanzen sind in der Natur überwiegend in Hochmooren oder vergleichbaren Lebensräumen zu finden. Weiterhin stelle ich einige Arten vor, welche zwar nicht im eigentlichen Sinne zu den Hochmoorpflanzen zählen, aber die Lebensbedingungen eines künstlichen Moores tolerieren. Alle in dieser Homepage vorgestellten Pflanzen werden von mir, zum Teil schon seit vielen Jahren, erfolgreich kultiviert.
Standort
Wichtig für die erfolgreiche Kultur einer Art ist der richtige Standort. Der Begriff Moor suggeriert in Vielen die Vorstellung eines wassergesättigten, triefendnassen Bodens. Doch auch in einem Moor gibt es (relativ) "trockene" und "nasse" Standorte. Die Preiselbeere mag es z. B. lieber etwas trockener, während sich die Schlauchpflanze Sarracenia purpurea einen möglichst nassen Platz wünscht. Auch mögen nicht alle Pflanzen die pralle Sonne. Einige, wie z. B. die Fettkräuter bevorzugen halbschattige bis schattige Stellen, während andere - wie die bereits genannte Schlauchpflanze - die pralle Sonne lieben.
Substrat
Auch an das Substrat stellen einige Pflanzen besondere Ansprüche. Die Moor-Pogonie wächst bei mir beispielsweise am besten in den dicken Sphagnum-Polstern, wo sie sich weitaus schneller ausbreitet als im reinen Weißtorf.
Winterschutz
Fast alle hier vorgestellten Pflanzen kommen im Ruhrgebiet ohne Schutzmaßnahmen gut über den Winter. Bei den wenigen Ausnahmen reicht in der Regel schon eine Abdeckung mit Tannenzweigen aus. Einen besonderen Schutz aus Laub (nur solches, das schwer verrottet), verbunden mit einer darüber gespannten Folie, lasse ich einigen besonders wertvollen Pflanzen zukommen. Diese Methode lasse ich besonders den Pflanzen zukommen, die empfindlich auf winterliche Nässe reagieren.

Ein Überblick über meine Anlage und dem
Pflanzenbestand mit großem Bild (ca. 200 kb).
Bezugsquellen
Oftmals gestaltet es sich äußerst schwierig, die hier genannten Pflanzen über den Handel zu bekommen. Zwar werden Kleinsträucher wie z. B. verschiedene Heidearten regelmäßig in Gartencentern angeboten, aber bei Beinbrech und Lungenenzian sinkt die Erfolgsquote gegen null. Deshalb möchte ich an dieser Stelle den Online-Shop der Gärtnerei "Alpine Raritäten Jürgen Peters" erwähnen (www.alpine-peters.de). Ich habe dort zweimal Pflanzen bestellt und war mit Qualität und Preis sehr zufrieden.
Besonderheiten "fleischfressender" Pflanzen
Als Anpassung an besonders nährstoffarme Standorte haben einige Pflanzen Mechanismen zum Fang und Verzehr von Tieren (vornehmlich Insekten) entwickelt. Aufgrund dieser Eigenschaft werden sie als Karnivoren (auch Insektivoren) bezeichnet. Eine ganze Reihe dieser Pflanzen lässt sich problemlos ganzjährig im Moorbeet kultivieren und bereiten dort über Jahre viel Freude.
Die beste Pflanzzeit ist von Ende Mai bis Anfang August. Die Pflanzen haben so ausreichend Zeit, sich an das Leben im Freien zu gewöhnen. Keinesfalls erst im Herbst oder gar im Winter pflanzen!
Nur kräftige Pflanzen auswählen und nach Möglichkeit auf "Labor-Pflanzen" verzichten. Im Labor vermehrte Pflanzen sind oft nicht "hart" genug um ganzjährig im Freiland zu überleben. Im Zweifelsfall bietet es sich an den Pflanzen im ersten Jahr einen Winterschutz zu bieten.
Nie düngen, es schadet nur. Die Pflanzen benötigen keinen Dünger, da sie das Defizit an Nährstoffen durch den Fang von Insekten ausgleichen.
Regelmäßig auf Schädlinge kontrollieren. Auch fleischfressende Pflanzen werden von Schädlingen befallen. Vor allem Blattläuse (verkrüppelte Blätter) und Schnecken, aber auch Vögel, die gerne in den Schläuchen der Sarracenien nach Insekten suchen, können ein echtes Problem werden.
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