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Der Bau eines Moorbeetes ist recht einfach. Im Großen und Ganzen unterscheidet man dabei zwischen zwei Bauweisen in Abhängigkeit von der angestrebten Wasserversorgung (Wasserspeicher). Unabhängig von der gewählten Bauweise bleibt eines gleich: Irgendwie muss das Ding wasserdicht werden. Ich empfehle dazu, die im Teichbau bewährten Folien mit einer Stärke von 1 mm. Sie erlauben jede gewünschte Form und sind zudem einfach zu verarbeiten. Ich erspare es mir auf ihre Verlegung genauer einzugehen und verweise diesbezüglich auf den Fachhandel bzw. die meist vorhandene Packungsbeilage.
1. Externer Wasserspeicher
Unter einem externen Wasserspeicher ist in erster Linie ein nährstoffarmer Naturteich zu verstehen. Ist dieser im Garten vorhanden, so kann er über eine Schlauchverbindung (Prinzip der kommunizierenden Röhre) die Wasserversorgung des Moores übernehmen. Dabei ist aber unbedingt daran zu denken, dass der Wasserstand im Moorbeet später auf selber Höhe mit dem des Teiches sein wird. Auch sollte man bedenken, dass im Sommer die Verdunstung durch das Moorbeet sehr hoch ist. Der Teich sollte daher mindestens so groß sein wie das Moorbeet, besser aber noch deutlich größer.
Die Grube, die bei dieser Variante ausgehoben wird, braucht nicht besonders tief zu sein, da den meist flachwurzelnden Moorpflanzen 20 - 30 cm Substrathöhe völlig ausreichen. Ich nutze diese Methode der Bewässerung für ein 14 m² großes Moorbeet und hatte bislang keine Probleme. Der Vorteil dieser Methode wird deutlich, wenn im Sommer bei ausbleibendem Regen, Wasser nachgefüllt werden muss. Man kann bedenkenlos den Teich mit Grundwasser auffüllen (natürlich nur wenn dieses nicht stark belastet ist), denn bis das Wasser ins Moorbeet gelangt, haben die Wasserpflanzen diesem die Nährstoffe entzogen.
Achtung: Gefälle im Garten? Liegt das Moor später tiefer als der Teich, so läuft der Teich natürlich aus! (kommunizierende Röhre)
2. Interner Wasserspeicher
Überall wo kein nährstoffarmer Teich zur Verfügung steht, dieser zu klein ist oder aus irgendwelchen Gründen nicht genutzt werden soll, kommen interne (in das Moorbeet integrierte) Wasserspeicher zum Zuge. Man kann dabei zwischen zwei Varianten unterscheiden:
a) verdeckte Wasserspeicher
Nachdem die Grube ausgehoben (Tiefe der Grube = Gefäßhöhe + Substrathöhe) und die Folie eingelegt ist, werden Gefäße, mit der Öffnung nach unten, auf den Boden gestellt (siehe Skizze). Damit beim späteren Auffüllen mit Wasser die Luft aus ihnen entweichen kann, werden sie oben mit Löchern versehen. Unterschiedlichste Gefäße wie Eimer, Fässer, alte Balkonkästen und desgleichen sind geeignet, wenn sie zuvor gründlich gereinigt werden. Bedenken Sie, dass Menge und Größe der Gefäße entscheiden, wie viel Wasserreserven das Moorbeet zur Verfügung hat.
Hier gilt ausnahmsweise der Spruch: Viel hilft viel.
b) offene Wasserspeicher
Miniteiche und Tümpel (Kolke bzw. Schlenken), die in das Moorbeet integriert sind, werden als offene Wasserspeicher bezeichnet. In unseren kleinen, künstlichen Mooren reicht der Platz in der Regel nicht aus um sie so zu dimensionieren, dass sie alleine die Wasserversorgung gewährleisten können. Man wird sie daher in erster Linie anlegen, um bestimmte Pflanzen zu kultivieren und um das Beet optisch aufzuwerten.
Die Verbindung von verdeckten und offenen Wasserspeichern ist technisch und optisch die beste Lösung für ein Moorbeet
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