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Noch Fragen? 

An dieser Stelle möchte ich kurz auf einige Fragen eingehen, die mich regelmäßig erreichen.


Wasser und Wasserspeicher

Schadet es, wenn mein Moorbeet nach Regen unter Wasser steht?
Nein, wenn die Überflutung der Anlage nur kurze Zeit nach dem Regen vorhanden ist, schadet dies in der Regel nicht.

Wie hoch sollte der Wasserstand sein? Muss der Wasserstand ebenerdig sein?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da dies von den Bedürfnissen der Pflanzen abhängt. Pflanzen wie Sarracenia purpurea mögen es "matschig", Torfmoos liebt es sehr feucht bis nass und die Besenheide mag es etwas trockener. Im Idealfall erschafft man also alle Bereiche von offenem Wasser bis recht trocken. Ein Mittelwert für kleinere Anlagen wäre sehr feucht bis feucht. Oder anders gesagt: der Wasserstand sollte 5 bis 10 cm unter der Erdoberfläche sein.

Wie tief darf der Wasserstand fallen?
Während langer Trockenperioden wie im Sommer 2003 lässt sich ein Abfallen des Wasserstandes nicht vermeiden. Auch in der Natur kommt es zu solchen Schwankungen im Wasserhaushalt - die Pflanzen sind es also gewohnt. In der Praxis bedeutet dies, das das Substrat immer feucht sein sollte, wobei es oberflächlich durchaus etwas trocken werden darf. Also keine Angst, wenn kurzfristig mal Ebbe herrscht.

Während des heißen Sommers ist mein Moor ausgetrocknet, kann ich es mit Leitungswasser auffüllen?
Nur im Notfall, also wenn das Beet wirklich auszutrocknen droht, sollte man es mit Leitungs- oder Brunnenwasser auffüllen. In diesem Falle sollte man nur soviel auffüllen wie zum Überleben der Pflanzen unbedingt nötig ist. Also keinesfalls ganz auffüllen.

Muss ich Wasserspeicher einbauen?
Nicht zwangsläufig. Mit Wasserspeichern erspart man sich in erster Linie das Gießen (Regenwasser) und muss zudem nicht auch noch fürs Moorbeet extra Regenwasser sammeln.


Bau- und Standortprobleme

Ich besitze einen Teich aus Beton, den ich mit Torf schon teilweise gefüllt habe. Leider waren am Grund des Teichs noch Schlamm und Blätter und über dem Teich steht außerdem ein alter, großer Apfelbaum, dessen Blätter und faulige Äpfel in das Beet fallen. Was kann ich tun?
Laub und Fallobst bereiten die wenigsten Sorgen. Bei ersterem empfehle ich für den Herbst ein Laubnetz wie man es von Teichen her kennt, letzteres kann man auch von Hand auflesen. (Herabfallendes Obst kann jedoch die Pflanzen schädigen!) Sorgen bereitet der Schlamm, welcher Nährstoffe freisetzen kann.Auch der Beton ist nicht zu unterschätzen, da hier Kalk enthalten sein dürfte, welcher sich ungünstig auf die Bodensäure auswirkt. Allerdings kann ich keine Erfahrungen in Bezug auf dieses Problem vorweisen. Ich persönlich hätte den Betonteich gründlich gereinigt und eine Teichfolie eingelegt (da der Beton glatt sein dürfte, würde eine dünne, billige Folie reichen). So ist man auf der sicheren Seite.


Winterschutz

Muss man ein Moorbeet vor Frost schützen? Ich besitze auch einen kleinen Teich (nur 40cm tief), in dem Frösche und Kröten leben, muss ich ihn auch schützen? Wenn ja, womit abdecken? Es muss doch lichtdurchlässig sein, damit die (Wasser-)Pflanzen nicht eingehen.
Nein, sofern alle Pflanzen winterhart sind, braucht man es nicht zu schützen. Pflanzen, die mitunter etwas empfindlich sind, werden mit etwas Reisig (ich nehme meist die abgestorbenen Wedel meiner Farne) abgedeckt. Nur winter- bzw. immergrüne Pflanzen brauchen auch im Winter Licht. Hier empfiehlt sich ein Abdeckflies. Und was die Frösche angeht: auch in der Natur gibt es flache Teiche bzw. Tümpel. Das in kalten Wintern so manch ein Frosch "den Löffel abgibt", ist ganz normal. Wenn das nicht so wäre, hätte ich bei der Vermehrungsrate meiner Frösche ein echtes Problem. Mein Naturteich ist übrigens nicht viel tiefer.


Pflanzen

Wie wächst Torfmoos zuverlässig an?
Torfmoos liebt es sehr feucht bis nass. Ich vermehre es wie folgt: Ich schneide die grünen Köpfchen (ca. 1 cm) ab, streue sie auf dem Torf aus und drücke sie an, um einen guten Bodenkontakt zu erhalten. Das geht besonders gut zum Winterende, wenn es viel regnet und die Temperaturen deutlich im Plusbereich liegen.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Moos büschelweise einzupflanzen und zwar so tief, dass nur die grünen Köpfe aus dem Torf ragen. Der untere, abgestorbene Teil der Pflanzen wirkt dann wie ein Docht und sorgt dafür, dass Wasser an die lebenden Moosköpfe gelangt.